Situation in Bayern

Im Jahr 2017 haben linksextremistisch motivierte Aktionen gegen Parteien weiter zugenommen. Linksextremisten verstehen diese als Teil des "antifaschistischen Kampfes", der sich gegen jeden Gegner richtet, dem aus Sicht der Linksextremisten Rassismus bzw. Faschismus attestiert wird. Im Kontext der Flüchtlingsdebatte dient ihnen der Einsatz für Asylsuchende als Vorwand und Rechtfertigung für ihre mitunter gewalttätigen Aktionen, die sie als legitime Gegenmaßnahmen darzustellen versuchen. Mit ihren Aktionen versuchen Linksextremisten Aktivitäten und Veranstaltungen der von ihnen als rassistisch diffamierten Parteien zu behindern bzw. zu verhindern.

Die linksextremistische Szene mobilisierte auch in Bayern gegen den G20-Gipfel im Juli 2017 in Hamburg. An den Anti-G20-Protesten und Ausschreitungen beteiligten sich auch bayerische Linksextremisten. Im Nachgang zum G20-Gipfel ließ die linksextremistische Szene Bayerns ihre Sympathie für die autonomen Gewalttäter erkennen.

Die Themenfelder, in denen Linksextremisten vorrangig aktiv sind, variieren je nach aktueller politischer Lage. Vor dem Hintergrund der schwierigen Situation auf dem Wohnungsmarkt in München versuchen Linksextremismus, das Aktionsfeld Antigentrifizierung verstärkt zu besetzen. Sie wollen sich dadurch vordergründig als sozialpolitische Akteure profilieren, verfolgen jedoch extremistische Ziele, die deutlich über die Sozialpolitik hinausreichen. Seit mehreren Jahren sind Münchner Immobilienfirmen immer wieder Ziel linksextremistisch motivierter Straftaten.