Fachtagung „Verschwörungsmythen im Rechtsextremismus“ im Bayerischen Innenministerium

Nach der Begrüßung durch die Abteilungsleiterin Verfassungsschutz, Cybersicherheit im Bayerischen Staatsministerium des Innern und für Integration, Frau Petra Platzgummer-Martin und einem Grußwort des Landesbischofs der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und amtierenden EKD-Ratsvorsitzenden, Herrn Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, führte Herr Prof. Dr. Michael Butter, Inhaber des Lehrstuhls für Amerikanistik an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen, in die Welt der Verschwörer ein. Im Anschluss gab Herr Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber von der Hochschule des Bundes in Brühl einen Überblick über rechtsextremistische Verschwörungsideologien von der Völkischen Bewegung bis zur Gegenwart.

In vier Panels wurden dann die Themenfelder antisemitische Verschwörungsmythen, Reichsbürger und Identitäre Bewegung eingehend erörtert sowie die Beratungsarbeit der Landeskoordinierungsstelle Bayern gegen Rechtsextremismus im Zusammenhang mit Verschwörungstheorien vorgestellt.

Im zweiten Teil der Veranstaltung lag der Schwerpunkt auf der politischen, medialen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit derartigen Verschwörungstheorien. Hierzu konnten der Soziologe Prof. Dr. Armin Nassehi und der Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. Carsten Reinemann von der Ludwigs-Maximilian-Universität München gewonnen werden. 

In der von BR-Redakteur Dr. Stefan Meining moderierten abschließenden Podiumsdiskussion unter Beteiligung des Präsidenten des Bayerischen Landesamts für Verfassungsschutz, Herrn Dr. Burkhard Körner und Herrn Martin Becher, Geschäftsführer des Bayerischen Bündnisses für Toleranz, konnten Handlungsoptionen zum gesamtgesellschaftlichen Umgang mit Verschwörungsmythen aufgezeigt werden. Die Leiterin der Abteilung Verfassungsschutz, Cybersicherheit, Frau Platzgummer-Martin zog folgendes Resümee aus der Tagung: „Die große Bandbreite der Teilnehmer zeigt, dass beim Kampf gegen Feindbilder und verschwörungsideologische Agitation alle gesellschaftlichen Akteure, Staat, Kirchen und Zivilgesellschaft eng zusammenarbeiten“.