Präventionsstelle Salafismus

Der Salafismus ist die am schnellsten wachsende und radikalste Strömung innerhalb des Islamismus. Er ist dynamisch, jugendaffin und radikalisierend und liefert den ideologischen Nährboden für Extremismus und Gewalt. Das extremistische und gewaltbefürwortende Gedankengut der Salafisten verbreitet sich insbesondere durch Prediger, Internet und Soziale Medien. Dabei übt die Propaganda der Salafisten gerade auf junge Menschen – mit oder ohne Migrationshintergrund – eine hohe Anziehungskraft aus. Hierdurch radikalisieren sich junge Menschen, reisen in sogenannte Jihad-Schauplätze, um sich Terrororganisationen anzuschließen.

 

Neben dem sicherheitspolitisch notwendigen repressiven Bekämpfungsansatz verfolgt der Freistaat Bayern auch einen ganzheitlichen Ansatz der Prävention und Deradikalisierung. Unter dem Dach der Interministeriellen Arbeitsgruppe Salafismus-Prävention engagiert sich die Präventionsstelle Salafismus im Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz (BayLfV) insbesondere im Bereich von Schulungs- und Beratungsangeboten. Die Angebote sind auf Kontinuität und Nachhaltigkeit ausgerichtet.

Ziele

Im Bereich Islamismus und Salafismus wird vom BayLfV eine partnerschaftliche Präventionsstrategie verfolgt. Diese umfasst insbesondere Vorträge, Beratungsgespräche, die Bereitstellung von Informationen und vor allem eine enge Kooperationsarbeit mit den Partnern in der Präventionsarbeit. Ziel der Präventionsmaßnahmen des BayLfV ist es,

  • Zielgruppen zu qualifizieren, damit diese islamistische Radikalisierungs- und Rekrutierungsmechanismen erkennen können,

  • die im BayLfV vorhandenen fachliche Expertise an die jeweiligen Partner bei Schulungen im Sinne einer zielgruppenspezifischen Qualifizierung weiterzugeben,

  • Behörden zum Thema Extremismus zu beraten,

  • Ansprechpartner für Einzelfälle, Auffälligkeiten und Nachfragen zu sein.

Zielgruppen

Zielgruppen sind u.a. Polizei, Hochschulen, Lehrer, JVA-Bedienstete, Bewährungshelfer, Mitarbeiter von Ausländerbehörden, Sozialbehörden und Jobcentern sowie Sozialpädagogen und Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit.

Ansprechpartner

Falls Sie Fragen zu unserem Präventionsangebot haben, können Sie sich

  • über unser Hinweistelefon für Verdachtsfälle und Salafismus-Prävention unter der Telefonnummer (089) 31201 - 480 oder

  • über die E-Mail-Adresse salafismuspraevention@lfv.bayern.de

mit uns in Verbindung setzen.