Statistik

Derzeit sind 3.500 Personen der linksextremistischen Szene in Bayern zuzurechnen. Darunter sind rund 675 gewaltbereite Linksextremisten. Autonome bilden den weitaus größten Teil des gewaltbereiten linksextremistischen Personenpotenzials. Sie sind für die meisten der linksextremistisch motivierten Gewalttaten verantwortlich. Ziel dieser überwiegend jungen Linksextremisten ist es, den Staat und seine Einrichtungen – auch mit Gewalt – zu zerschlagen und eine „herrschaftsfreie“ Gesellschaft zu errichten. Das Aggressionspotenzial der autonomen Szene ist seit Jahren hoch.

Die Gesamtzahl linksextremistischer Straftaten in Bayern hat 2018 einen neuen Höchststand erreicht. Während im Jahr 2017 noch 614 Straftaten zu verzeichnen waren, wurden im Jahr 2018 insgesamt 752 Straftaten gezählt.

Demgegenüber ist die Zahl der linksextremistischen Gewalttaten in Bayern im Jahr 2018 gegenüber 2017 von 54 auf 46 zurückgegangen. Ursächlich hierfür dürfte vor allem sein, dass in Bayern kaum Großereignisse stattfanden. Allerdings sinkt die Hemschwelle, auch schwere Personenschäden in Kauf zu nehmen. Viele Straf- und Gewalttaten richteten sich gegen Veranstaltungen oder Anhänger des politischen Gegeners.

Seit mehreren Jahren sind Münchner Immobilienfirmen immer wieder Ziel linksextremistisch motivierter Straftaten. HIntergrund ist die Diskussion über steigende Mieten und Umstrukturierungsprozesse in Großstädten (sogenannte "Gentrifizierung"), die autonome Linksextremisten unter dem Stichwort "Antigentrifizierung" als Vorwand für die Begehung von Straftaten nehmen.