Parteiunabhängige Organisationen

Identitäre Bewegung Deutschland (IBD)

Logo der Identitären Bewegung
© Wikipedia / Wibramuc

Die Identitäre Bewegung Deutschland (IBD) gliedert sich in Bayern nicht nach Regierungsbezirken, sondern nach vermeintlichen „Volksgrenzen“. Es existieren die drei Gruppierungen IB Bayern, IB Schwaben und IB Franken.

Die IB Bayern ist die derzeit aktivste Gruppierung der IB in Bayern. Sie umfasst das gesamte Gebiet Altbayerns. Den aktivistischen Schwerpunkt der IB Bayern bildet die Ortsgruppe in München. Dort bestehen zudem Verflechtungen zur Burschenschaft Danubia (B! Danubia).

Der Aktionismus der IBD in Bayern hat gegenüber den Vorjahren deutlich zugenommen. Neben Transparentaktionen werden auch andere Stör- und Provokationsaktionen durchgeführt. So protestierten etwa am 10. Februar 2018 Aktivisten der IB Bayern gegen den Bau einer türkischen Moschee in Regensburg und stellten auf dem Baugrundstück 30 Holzkreuze auf. Mit dem Aufstellen von Holzkreuzen und ähnlichen Aktionen gibt die IB vor, an Opfer von mutmaßlich islamistischen Terroranschlägen zu erinnern. Es sollen dabei jedoch vor allem Menschen muslimischen Glaubens diffamiert und unter Generalverdacht gestellt werden. Am 4. März  brachten Aktivisten der IB an einem Kirchturm in Türkheim (Schwaben) ein Banner mit dem Schriftzug „Wenn die Guten nicht kämpfen, werden die Schlechten siegen“ an. Der Ausspruch stammt ursprünglich vom griechischen Philosophen Platon und wurde in der Vergangenheit auch schon von der NPD bemüht. Nach Darstellung der IB Bayern richtete sich die Aktion gegen Drohungen von Antifaschisten gegenüber Andersdenkenden.

Sonstige parteiunabhängige Organisationen

„PEGIDA-München e. V.“ führte in München regelmäßige sogenannte „Montagskundgebungen“ mit Spaziergängen durch. Nachdem in den Jahren 2016 und 2017 die Teilnehmerzahl von ca. 400 auf durchschnittlich 70 bis 100 Personen gesunken war, fand 2018 lediglich eine Kundgebung mit Spaziergang am 4. Juni unter Beteiligung von 8 Personen statt. Darüber hinaus veranstaltete „PEGIDA-München e. V.“ überwiegend in München stationäre Kundgebungen, für die jeweils weniger als 15 Personen mobilisiert werden konnten. Einzelne Aktivisten von „PEGIDA-München e. V.“ nahmen an Kundgebungen in Berlin, Duisburg und Wien teil.

Durch Verwendung der Bezeichnung Bürgerinitiative versuchen rechtsextremistische Akteure ihre verfassungsfeindliche Ideologie zu verschleiern, um so breitere Wählerschichten erreichen zu können. Neben BIA-München und BIA-Nürnberg sind in Bayern die BIA-Augsburg sowie die Bürgerinitiative Soziales Fürth e.V. (BiSF) und die Bürgerinitiative Soziale Alternative Oberpfalz e.V. (BiSAO) aktiv.

Mit der Gesellschaft für Freie Publizistik e.V. (GfP) hat die mitgliederstärkste rechtsextremistische Kulturvereinigung in Deutschland ihren Sitz in München. Von der GfP veranstaltete Kongresse dienen dazu, Personen aus dem rechtsextremistischen Spektrum zusammenzuführen und den organisationsübergreifenden Zusammenhalt zu stärken.

Ein Magazin, das ökologische Themen mit typisch rechtsextremistischen Argumentationsmustern verbindet, gibt der Verein Midgard e.V. mit Sitz in Landshut heraus. Die in den Ausgaben des Magazins Umwelt & Aktiv behandelten Themen Umwelt-, Natur- und Tierschutz stoßen in der rechtsextremistischen Szene zunehmend auf Interesse.

Einzelne Personen, die Beziehungen zur rechtsextremistischen Szene unterhalten oder in der Vergangenheit unterhalten haben, engagieren sich in der Aktivitas der Burschenschaft Danubia mit Sitz in München. Bei Veranstaltungen der Aktivitas treten seit Jahren auch Referenten aus dem rechtsextremistischen Bereich auf. Vor allem bestehen intensive personelle Verbindungen zwischen der Aktivitas und der IBD.