Parteiunabhängige Organisationen

Identitäre Bewegung Deutschland (IBD)

Logo der Identitären Bewegung

Die Identitäre Bewegung Deutschland (IBD) gliedert sich in Bayern nicht nach Regierungsbezirken, sondern nach vermeintlichen „Volksgrenzen“. Es existieren die drei Gruppierungen IB Bayern, IB Schwaben und IB Franken. Alle drei Ableger der IB waren auch 2021 in Bayern aktiv.

Der Aktionismus der IBD in Bayern ist bei allen Ablegern rückläufig. Dies dürfte auch mit den allgemeinen staatlichen Beschränkungsmaßnahmen im Rahmen der Corona-Pandemie zusammenhängen.

Aktivisten der IB Schwaben kandidierten im März 2020 bei den bayerischen Kommunalwahlen im Landkreis Dillingen an der Donau auf der Kreistagsliste des Kreisverbands der Partei Die Republikaner. Der Kreisverband wird dem rechtsextremistischen Netzwerk in Nordschwaben/Bürgerinitiative Wertigen zugerechnet.

Anfang Juli 2020 löschte Twitter mehrere Konten von Aktivisten und Gliederungen der IB, darunter auch die Konten der drei bayerischen Gliederungen der IB. Wenig später löschte zudem YouTube die Kanäle des zentralen Aktivisten der IB im deutschsprachigen Raum, Martin Sellner. Die YouTube Kanäle der IB Deutschland und der bayerischen Ableger waren nicht betroffen. Um möglichen Sperrungen zu begegnen, propagieren die IB und Martin Sellner zunehmend den Messaging-Dienst Telegram.

Sonstige parteiunabhängige Organisationen

PEGIDA-München e. V. führte in den Jahren 2016/2017 in München regelmäßig sogenannte „Montagskundgebungen“ mit Spaziergängen durch. Im Laufe der Zeit nahm die Teilnehmerzahl bei diesen Kundgebungen stark ab, sodass PEGIDA-München derzeit nur noch mit Einzelaktionen in Erscheinung tritt, an denen sich nur wenige Aktivisten beteiligen.

Durch die Bezeichnung als „Bürgerinitiative“ wollen sich Rechtsextremisten als bürgernahe und wählbare politische Alternative präsentieren. In Bayern sind hierbei vorrangig BIA-München und BIA-Nürnberg aktiv.

Der „Schutzbund für das Deutsche Volk e.V.“ (SDV) hat ebenfalls seinen Sitz in München. Der SDV propagiert ein ethnisch biologisches Volksverständnis. Dieses kommt insbesondere in Vereinsaktivitäten zur Verhinderung eines angeblich stattfindenden „Bevölkerungsaustauschs“ und darauf begründeten Forderungen nach einem „Rückführungsprogramm“ zum Ausdruck. Der Verein vergibt jährlich den „Hohe-Meißner-Preis“ und fördert damit gezielt Personen, die Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung verfolgen.

Einzelne Personen, die Beziehungen zur rechtsextremistischen Szene unterhalten oder in der Vergangenheit unterhalten haben, engagieren sich in der Aktivitas der Burschenschaft Danubia mit Sitz in München. Bei Veranstaltungen der Aktivitas treten seit Jahren auch Referenten aus dem rechtsextremistischen Bereich auf. Vor allem bestehen intensive personelle Verbindungen zwischen der Aktivitas und der Identitären Bewegung.