Ausreisefälle

Derzeit liegen Erkenntnisse zu über 100 Islamisten aus Bayern vor, die in Richtung Syrien bzw. Irak gereist sind oder dies in nächster Zeit planen, um dort auf Seiten islamistisch-jihadistischer Gruppierungen an Kampfhandlungen teilzunehmen oder dort tätige terroristische Gruppen in sonstiger Weise zu unterstützen.

Zu 10 Islamisten aus Bayern liegen Hinweise vor, dass sie in Syrien oder dem Irak ums Leben gekommen sind.

Über ein Viertel der Personen, die sich im Krisengebiet aufhielten, sind inzwischen wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Personen, die nach ihrer Ausreise in Richtung Syrien oder Irak wieder nach Deutschland zurückkehren, haben teilweise Erfahrung im Umgang mit Sprengstoff und Waffen gesammelt. Zudem ist ihre Hemmschwelle für die Anwendung von Gewalt gegen Menschen deutlich gesunken. Die Rückkehrer stellen eine Gefahr für die innere Sicherheit Deutschlands und Bayerns dar. Unter den Terroristen, die die Anschläge am 13. November 2015 in Paris begangen haben, waren nach bisherigem Ermittlungsstand mehrere, die sich für einige Monate in Syrien aufgehalten hatten. Auch der mutmaßliche Attentäter, der am 24. Mai 2014 im jüdischen Museum in Brüssel mehrere Personen erschossen hat, ist ein Syrien-Rückkehrer. Diese Fälle belegen die Gefahr, die von diesem Personenkreis ausgeht.