Einzelpersonen

Rechtsextremistischen Aktivitäten von Einzelpersonen, die weder in noch für einen Personenzusammenschluss handeln, unterliegen ebenfalls der gesetzlichen Beobachtung durch den bayerischen Verfassungsschutz. Fast zwei Drittel der Straftaten gegen Flüchtlinge und deren Unterkünfte in Bayern wurden zwischen 2016 und 2017 von Tätern begangen, die den Sicherheitsbehörden zuvor nicht in rechtsextremistischen Zusammenhängen bekannt waren.

Im März 2017 wurde der von einer Studentin einer bayerischen Universität betriebene Internetblog mit antisemitischen und ausländerfeindlichen Inhalten bekannt. Im November verurteilte das Amtsgericht Würzburg die Studentin wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen. Die Studentin war zuvor nicht in rechtsextremistischen Strukturen in Erscheinung getreten.

Im Jahr 2017 fanden außerhalb Bayerns mehrere rechtsextremistische Großkonzerte statt, zu denen auch regelmäßig Teilnehmer aus Bayern anreisten. So nahmen bspw. bei der Großveranstaltung „Rock gegen Überfremdung" im Juli 2017 in Themar (Thüringen) etwa 300 Personen aus Bayern teil. Zu einem nicht unerheblichen Teil handelte es sich bei diesen Besuchern um Einzelpersonen, die keinen festen rechtsextremistischen Strukturen angehörten.

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