Parteiunabhängige Organisationen

Identitäre Bewegung Deutschland (IBD)

Logo der Identitären Bewegung
© Wikipedia / Wibramuc

Die Identitäre Bewegung Deutschland (IBD) gliedert sich in Bayern nicht nach Regierungsbezirken, sondern nach vermeintlichen „Volksgrenzen“. Es existieren die drei Gruppierungen IB Bayern, IB Schwaben und IB Franken.

Die IB Bayern ist die derzeit aktivste Gruppierung der IB in Bayern. Sie umfasst das gesamte Gebiet Altbayerns. Den aktivistischen Schwerpunkt der IB Bayern bildet die Ortsgruppe in München. Dort bestehen zudem Verflechtungen zur Burschenschaft Danubia (B! Danubia).

Der Aktionismus der IBD in Bayern hat gegenüber den Vorjahren deutlich zugenommen. Neben Transparentaktionen werden auch andere Stör- und Provokationsaktionen durchgeführt. So störten Aktivisten am 3. Mai 2017 an der Universität Regensburg eine Podiumsdiskussion zum Nahost-Konflikt. Während der Veranstaltung stürmten sie in den Hörsaal, skandierten Parolen und zeigten Banner mit Aufschriften wie „Religionsfreiheit statt Islamisierung“ und „Scharia für alle“. Dabei trugen die Aktivisten eine Niqab-ähnliche Vermummung. Eine ähnliche Aktion hatte bereits am 15. April 2017 unter dem Titel „Burka-Invasion“ in München stattgefunden. Dabei versammelten sich etwa zehn mit Niqab-ähnlichen Vermummungen bekleidete Aktivisten der IBD in der Münchner Innenstadt und zeigten Schilder, auf denen u. a. zu lesen war: „Sharia für Alle!!!“ oder „Islam will dominate the world“.

Sonstige parteiunabhängige Organisationen

Der rechtsextremistische Verein PEGIDA-München führte ursprünglich in der Landeshauptstadt München regelmäßige Montagskundgebungen mit Spaziergängen durch. Nachdem im Jahr 2016 die Teilnehmerzahl von ca. 400 auf durchschnittlich 70 bis 100 Personen gesunken war, nahm diese im Lauf des Jahres 2017 weiter auf durchschnittlich 50 Personen ab. Im September 2017 dehnte PEGIDA-München die Aktivitäten auf andere Regionen in Bayern aus und veranstaltete erstmals Kundgebungen in Regensburg, Augsburg und Nürnberg. Unter den Teilnehmern der Kundgebungen befinden sich regelmäßig Aktivisten rechtsextremistischer Parteien und Organisationen, wie die NPD, Der Dritte Weg (III. Weg), DIE RECHTE, die Bürgerinitiative Ausländerstopp München (BIA-München) oder die Identitäre Bewegung Deutschland (IBD), deren Symbol wiederholt auch am Rednerpult von PEGIDA-München angebracht wurde.

Durch Verwendung der Bezeichnung Bürgerinitiative versuchen rechtsextremistische Akteure ihre verfassungsfeindliche Ideologie zu verschleiern, um so breitere Wählerschichten erreichen zu können. Neben BIA-München und BIA-Nürnberg sind in Bayern die BIA-Augsburg sowie die Bürgerinitiative Soziales Fürth e.V. (BiSF) und die Bürgerinitiative Soziale Alternative Oberpfalz e.V. (BiSAO) aktiv.

Mit der Gesellschaft für Freie Publizistik e.V. (GfP) hat die mitgliederstärkste rechtsextremistische Kulturvereinigung in Deutschland ihren Sitz in München. Von der GfP veranstaltete Kongresse dienen dazu, Personen aus dem rechtsextremistischen Spektrum zusammenzuführen und den organisationsübergreifenden Zusammenhalt zu stärken.

Ein Magazin, das ökologische Themen mit typisch rechtsextremistischen Argumentationsmustern verbindet, gibt der Verein Midgard e.V. mit Sitz in Landshut heraus. Die in den Ausgaben des Magazins Umwelt & Aktiv behandelten Themen Umwelt-, Natur- und Tierschutz stoßen in der rechtsextremistischen Szene zunehmend auf Interesse.

Einzelne Personen, die Beziehungen zur rechtsextremistischen Szene unterhalten oder in der Vergangenheit unterhalten haben, engagieren sich in der Aktivitas der Burschenschaft Danubia mit Sitz in München. Bei Veranstaltungen der Aktivitas treten seit Jahren auch Referenten aus dem rechtsextremistischen Bereich auf. Vor allem bestehen intensive personelle Verbindungen zwischen der Aktivitas und der IBD.